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Pillichsdorfer Kulturerbe

Die Initiative stärkt den Erhalt der Weinviertler Kellergassen mit Vorträgen, Beratung und konkreten Maßnahmen für Eigentümerinnen und Eigentümer.

Die Kellergassen sind das Herzstück des Weinviertels und prägen Landschaft, Geschichte und Weinkultur seit Jahrhunderten. Doch viele Presshäuser werden heute kaum noch genutzt oder sind vom Verfall bedroht.

Mit den Initiativen rund um das Kulturgut Kellergasse setzen die LEADER-Regionen Weinviertel Ost und Weinviertel Donauraum gemeinsam mit dem Kellergassenmanagement Niederösterreich und dem Fachbereich Baukultur des Landes Niederösterreich ein starkes Zeichen für den Erhalt dieses besonderen Erbes.

Zusammenarbeit für den Erhalt

Im Rahmen der Projekte „Sensibilisierung Kulturgut Kellergasse“ und „Schutzzone Kellergasse“ werden derzeit zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Ziel ist es, Kellergassen zu erhalten, zu beleben und ihre historische Qualität langfristig zu sichern. Die Abstimmung zwischen LEADER-Regionen, Kellergassenmanagement und Landesstellen sorgt dabei für ein gemeinsames Vorgehen mit klaren Schwerpunkten.

Gut besuchter Vortrag in Pillichsdorf

Ein Höhepunkt der Initiative war die Veranstaltung „Kellergassen im Fokus“ am 4. November 2025 in Pillichsdorf. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich über Sanierung, Nutzung und Förderungen zu informieren. Architekt Hubert Feiglstorfer und Michael Staribacher gaben praxisnahe Einblicke und beantworteten auch individuelle Fragen der Besucherinnen und Besucher.

Förderung und Baukultur

Für Eigentümerinnen und Eigentümer, deren Keller in einer Kellergassen-Schutzzone liegt, stehen Fördermöglichkeiten für Sanierungsarbeiten zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem Mauerwerks- und Putzarbeiten, Fenster- und Dachsanierungen, Maßnahmen an Außenflächen sowie Rückbauarbeiten unter Berücksichtigung der historischen Bausubstanz.

Ergänzend wird die Plakette „Ich bin NÖ Baukulturerbe“ angeboten. Wer sein Presshaus originalgetreu und sensibel saniert hat, kann damit sichtbar ein Zeichen für gelebte Baukultur setzen.