Auszeichnung "Ich bin NÖ Baukulturerbe"
Besonders gelungene Sanierungen historischer Presshäuser werden vom Land Niederösterreich mit eine Plakette vor den Vorhang geholt.
© Staribacher, DORN
Neben der baulichen Erhaltung der Kellergassen ist es von großer Bedeutung, altes Wissen und Traditionen weiterzugeben und zu leben, um die Authentizität dieser historischen Baudenkmäler zu wahren.
Das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Die beiden Traditionen „Weinviertler Kellerkultur“ und „In d’Grean gehn“ sind seit 2022 beziehungsweise 2019 in diesem Verzeichnis gelistet.
Besonders gelungene Sanierungen historischer Presshäuser werden vom Land Niederösterreich mit eine Plakette vor den Vorhang geholt.
© Herbert Krautwurm
Mit der Weinviertler Kellerkultur hat sich ein gesellschaftliches Miteinanders entwickelt, in der Menschen in Kellern zusammenkommen und nach überlieferten Regeln die "Köllastund" oder die "Köllapartie" leben.
© Herbert Krautwurm
Am Ostermontag laden Weinbauern und Kellerbesitzer des nördlichen Weinviertels in die Kellergassen zu Speis und Trank ein – nach alter Tradition mit regionalspezifischen Elementen in religiöser wie auch weltlicher Art.
© NÖ Dorf- und Stadterneuerung
So wie den "Oscar" für Filmschaffende gibt es den "Köllamaunn" für Personen, die sich um die Kellergassen verdient gemacht haben. Vergeben wird diese Auszeichnung von allen bisherigen Preisträgern.
Oftmals wird das immaterielle Kulturerbe mit dem UNESCO Welterbe in einen Topf geworfen bzw. verwechselt.
Während das immaterielle Kulturerbe Bräuche, Wissen und Handwerkstechniken bewahren will, umfasst das UNESCO Welterbe Denkmäler, Ensembles und Stätten (Weltkulturerbe) von außergewöhnlichem universellen Wert.
Der Aufnahme in das UNESCO Welterbe geht ein langjähriger Aufnahmeprozess voran, bei dem länderübergreifend kooperiert werden muss. Aktuell werden keine Schritte eingeleitet, diesen Prozess zu starten.