Kellergassen-Jour fixe in Ottenthal
Ottenthal/Wagram - Zum halbjährlichen Netzwerktreffen der Kellergassen-Akteure lud das Kellergassenmanagement der Dorf- & Stadterneuerung NÖ in den Top-Heurigen der Familie Blauensteiner in Ottenthal. Vertreter aus der Regionalentwicklung (LEADER), des Tourismus und Landesabteilungen (Baudirektion) sowie das Bundesdenkmalamt oder die Technische Universität Wien sind gekommen.
© M.Staribacher, DORN
Im Rahmen eines Austauschs stellten verschiedene Organisationen ihre aktuellen Projekte und Vorhaben vor und loteten neue Kooperationsmöglichkeiten aus. Im Mittelpunkt stehen dabei die nachhaltige Entwicklung und der Erhalt der Weinviertler Kellergassen.
Förderungen für Presshaus-Sanierung
Ein zentrales Thema ist die Sanierung der Presshäuser. In 29 Schutzzonen-Gemeinden stehen Fördermittel der Baudirektion Niederösterreich für die Instandsetzung der Außenhüllen zur Verfügung. Ziel ist es, die charakteristische Bausubstanz langfristig zu sichern.
Wissen und Beratung im Fokus
Die LEADER-Regionen organisieren gemeinsam mit dem Kellergassenmanagement und Bauberatern die Vortragsreihe „Kellergassen im Fokus“. Diese bietet praxisnahe Informationen und unterstützt Gemeinden sowie Eigentümer bei Erhalt und Pflege der Kellergassen.
Wissenschaftliche Erhebung und Datenerfassung
Die TU Wien arbeitet mit Studierenden an der systematischen Erfassung von Gebäuden in zahlreichen Kellergassen. Diese Daten werden mit bestehenden Erhebungen der Dorf- und Stadterneuerung sowie der Baudirektion Niederösterreich zusammengeführt, um eine fundierte Planungsbasis zu schaffen.
Tourismus und Qualität im Ausbau
Der Weinviertel Tourismus stärkt die Sichtbarkeit der Region mit der Prämierung der „Schönsten erlebbaren Kellergasse“ und hat dafür Daten aus rund 40 Kellergassen erhoben. Parallel dazu arbeitet der Verein der Kellergassenführerinnen und Kellergassenführer an der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von Führungen.
Ein besonderes Anliegen ist es, das immaterielle Kulturerbe der „Weinviertler Kellerkultur“ stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.